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Steu­er­li­che Ände­run­gen bei Krypto-Assets ab 2022

Wie aus dem Minis­ter­rats­pro­to­koll vom 06.10.2021 ersicht­lich ist, soll durch die kommende Steu­er­re­form recht­li­che Klarheit hin­sicht­lich der Besteue­rung von Krypo-Assets her­ge­stellt werden. Dabei möchte man offen­sicht­lich durch die „fak­ti­sche Nähe“ von Kry­po­t­wäh­run­gen zum Kapi­tal­ver­mö­gen einer Besteue­rung ein­füh­ren, die in die bestehen­de Steu­er­sys­te­ma­tik von Kapi­tal­ver­mö­gen ein­ge­bet­tet ist. Das könnte bedeuten, dass Ein­künf­te aus Kryp­to­wäh­run­gen in Zukunft unter Ein­künf­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen zu erfassen sind, was zu einer wesent­li­chen Änderung der Steu­er­sys­te­ma­tik für Kryp­to­wäh­run­gen im Ver­gleich zur jetzigen Rechts­la­ge führen würde.

Derzeit sind die meisten Gewinne aus der Ver­äu­ße­rung von Kryp­to­wäh­run­gen nach Ablauf der ein­jäh­ri­gen Spe­ku­la­ti­ons­frist steu­er­frei. Bei einer Umqua­li­fi­zie­rung der Gewinne in die Ein­kunfts­art Kapi­tal­ver­mö­gen, würde die 1‑jährige Spe­ku­la­ti­ons­frist ent­fal­len und unab­hän­gig von der Behal­te­dau­er eine Gewinn­ver­steue­rung in Höhe von 27,5% einsetzen.

Die Ent­wick­lung sollte beob­ach­tet werden, da sich bis zum Jah­res­en­de hin drin­gen­der Hand­lungs­be­darf ergeben könnte.